Kloster Altenberg: Geistlicher Ort soll diakonische Bildungsstätte beherbergen


Die Angebote der Königsberger Diakonie im Kloster Altenberg sollen im Jahr 2010 ausgeweitet werden. Dies gab der theologische Leiter, Pfarrer Jörn Contag (Wetzlar), bekannt. So will die Königsberger Diakonie den Altenberg zu einer diakonischen Bildungsstätte ausbauen. Beruflich und ehrenamtlich Engagierte aller diakonischen Einrichtungen der Region sollen in den Klostermauern Weiter- und Fortbildungsangebote aufsuchen können.

Die Reihe der Gottesdienste und Konzerte wird fortgeführt und erweitert, so Contag. Jeden Sonntag wird jeweils um 11 Uhr ein Gottesdienst angeboten. Unter dem Titel „Musik und Wort“ gibt es vierwöchig eine neue Gottesdienstform speziell für die mittlere Generation. Im Zentrum des Gottesdienstes steht eine Liedpredigt. Der nächste „Musik und Wort“-Gottesdienst ist am 14. Februar. Der CVJM-Kreisverband bietet Oase-Abende jeweils am 3. Freitag im Monat an. Die Veranstaltung will nach Angaben von CVJM-Kreissekretär Eberhard Adam (Wetzlar), eine Oase im Alltag des Lebens und der Mitarbeit sein. Das Kloster Altenberg eigne sich besonders dafür, inne zu halten und Gott zu begegnen.

Auch der Treffpunkt Altenberg im Juni und das Gertrudisfest der katholischen Christen im September seien feste Veranstaltungen, die vom Altenberg nicht wegzudenken seien, so Pfarrer Contag. Mit seinen Konzerten und seiner historischen Schöler-Orgel sei der Altenberg ein Veranstaltungsort mit überregionaler Bedeutung.

Im Herbst hatte die Fachhochschule Gießen-Friedberg aus finanziellen Gründen Pläne aufgegeben, in den Klostermauern eine Bildungseinrichtung im Rahmen des Studium Plus einzurichten. Nach wie vor sucht die Königsberger Diakonie einen Partner, der die Sanierung und Renovierung der Gebäude mitträgt.

Das Kloster sei nach wie vor ein Ort, der nicht nur aus kulturhistorischen Gründen das Interesse der Bevölkerung verdiene, so der Pfarrer. Deshalb soll das Kloster – auch wenn vorübergehend niemand mehr in den Mauern wohnt – für Touristen offen bleiben. Für die Gästebegrüßung suche die Königsberger Diakonie derzeit unter ihren Freunden Personen, die bereit sind ehrenamtlich für die Gästebetreuung zur Verfügung zu stehen.

Pfarrer Contag will den Altenberg in Zukunft auch als Herberge ausbauen. So sollen Pilgergruppen, Tagungsteilnehmer wie Presbyterien, Frauenkreise oder Jugendgruppen auf dem Altenberg Unterkunft finden. „Wir wollen ein einladender Ort für Menschen sein, die bei uns eine kurze Zeit verbringen“, meint Contag, der auch Ansprechpartner ist für Interessierte, die sich bei Führungen engagieren möchten. Jeder Interessierte werde eine Schulung erhalten, um später den Touristen Auskunft über die historischen Gebäude geben zu können. Derzeit bestehen Pläne, das Torhaus als Herberge auszubauen.

Feste Termine im Jahresablauf sollen auch der Kräutermarkt am 1. Mai, der Erntedankmarkt am Samstag vor dem Erntedankfest und der Basar bleiben.

Kontakt: Königsberger Diakonie, Robert-Koch-Weg 4a, 35578 Wetzlar, Telefon: 06441 206-0
Internet http://www.koenigsbergerdiakonie.de/

16.01.2010