Tagespflege der Königsberger Diakonie entlastet Familien


„Die Tagespflege ist für meine Familie eine große Entlastung,“ lobt Edith Doffing aus Aßlar-Bechlingen. Seit zehn Jahren kommt ihre Mutter Maria Elbers mehrmals in der Woche in die seit 1981 bestehende Einrichtung der Königsberger Diakonie in Wetzlar. Morgens werden die Senioren mit dem Kleinbus abgeholt oder von Angehörigen gebracht und kommen abends ebenso wieder nach Hause. Acht ältere Damen sitzen in den gemütlich eingerichteten Zimmern der Tagespflege im Haus Renata. Altenpflegerin Gabi Pleyer und ihre Kollegin Regine Zelmayer sowie Praktikanten und Zivildienstleistende kümmern sich um ihre Besucher. Auch Ehrenamtliche sind willkommen, um sich mit den Senioren zu unterhalten, mit ihnen zu spielen, Handfertigkeiten und Sinne zu trainieren. „Zu uns können Menschen tagsüber kommen, die allein leben oder deren Angehörige eine Entlastung wünschen“, sagt Gabi Pleyer. Die Tagespflege ermöglicht es, dass ältere Menschen in den übrigen Stunden in ihrer vertrauten Umgebung bleiben können, sie in einer Gemeinschaft leben und ihre Angehörigen weiterhin einer Berufstätigkeit nachgehen können.

Rund 20 Personen kommen jede Woche in die Tagespflege, einige für einen, andere für drei Tage. Auch wenn die Angehörigen einmal zu einem Einkauf oder Arzttermin wollen, können sie die Seniorin oder den Senior im Haus Renata in gute Hände übergeben. In einem Zimmer wird gerade Rummikub mit Zahlenlegeplättchen gespielt, im Nachbarraum raten die Senioren mit Eifer bei einem Bilderrätsel mit.

Die Mitarbeiter üben auch vertraute Tätigkeiten mit den Besuchern, etwa Plätzchen und Kuchen backen oder Äpfel verarbeiten. Selbst das Spülen hilft durch altvertraute Handlungen fit zu bleiben. Das Bewegen wird geübt, es gibt Seniorengymnastik, auch im hauseigenen Bewegungsbad, Rollstuhl-, Konzentrations- und Gedächtnistraining. In einem Raum können sich die Senioren zum Schlafen zurückziehen.

„Meine Mutter hätte schon viel früher abgebaut, wenn sie nicht über Jahre hier in der Tagespflege so intensiv gefördert worden wäre“, sagt Edith Doffing. Zum „zehnjährigen Jubiläum“ hat Frau Doffing die Mitarbeiter der Tagespflege zu sich nach Hause in Bechlingen eingeladen. Mit einem Mittagessen hat sie sich für die Betreuung der Mutter herzlich bedankt, die sich selbst nich tmehr äußern kann.



Kontakt: Königsberger Diakonie, Robert-Koch-Weg 4a, 35578 Wetzlar, Telefon: 06441 206-0
Internet http://www.koenigsbergerdiakonie.de/

15.01.2010