Ausstellung „Botschaft in Farbe“ in der Freien evangelischen Gemeinde


„Botschaft in Farbe“ nennt sich eine Ausstellung von Gemälden in den Räumen der Freien evangelischen Gemeinde (FeG) im Blankenfeld (Im Amtman 12). Marit Havekost (Wetzlar) und Anke Wiemer (Hochelheim) präsentieren gemeinsam rund 60 Bilder vor allem zu biblischen Themen

. Der Bildhauer Johannes Manz (Neustadt an der Weinstraße) spannte bei der Vernissage einen Bogen zur Malerei im Mittelalter, die nahezu ausschließlich dem Darstellen von Geschichten aus der Bibel gewidmet waren. Die beiden Künstlerinnen greifen diese Tradition auf und führen sie in ihrer eigenen Art fort. Kunst als Ausdruck des Glaubens sei legitim, so Manz. Er forderte die Besucher auf, sich mit den Bildern und deren Botschaft auseinander zu setzen. Jedes Kunstwerk transportiere eine Idee, einen Gedanken, eine Erfahrung.
Marit Havekost, die in Norddeutschland aufgewachsen ist, hat bereits mit 14 Jahren angefangen zu malen. Ihre ersten Aquarelle brachte sie unter Anleitung der Berliner Künstlerin Dorit Sander aufs Papier. Verschiedene Malkurse folgten. Erste Ausstellungen folgten. Seit dem Amzug nach Mittelhessen besucht Familie Havekost die Freie evangelische Gemeinden. Angeregt durch Gottesdienst, Predigt und persönlicher Beschäftigung mit der Bibel begann Marit Havekost christliche Themen in ihren Werken aufzunehmen. Dabei bevorzugt sie das Aquarell, das sie die Transparenz, Leichtigkeit, und Duftigkeit der Farben sehr schätzt. In ihren Bildern von Bergen gibt sie der Erhabenheit und Majestät dieser Schöpfung ihre Gestalt. Das Zarte, Schöne, die Leichtigkeit eines Sommertages finden sich in Blüten und Bildern ihrer Schleswig-Holsteinischen Heimat. In der FeG lernte sie Anke Wiemer kenenn, die sie dazu ermutigte, auch Werke mit Acrylfarben zu schaffen. Diese Art der Malerei eigne sich besonders, so die Künstlerin, Personen und Dinge darzustellen und somit auch eine Botschaft zu transportieren. Manz wies darauf hin, dass Havekost in einigen Bildern eine Randmalerei entwickelt hat. Elemente des Gemäldes finden sich nochmals abstrakt an den Seiten, was den Bildern einen zusätzlichen Wirkungsgrad verschafft.

Anke Wiemer kommt aus Hinterzarten im Schwarzwald und wurde durch ihre Mutter angeregt zum Malen, die selbst künstlerisch sehr begabt ist. Schon in jugendlichen Jahren bestückte sie Ausstellungen. In Gießen studierte Anke Wiemer Kunst- und Religionspädagogik. Dabei arbeitete sie mit Techniken wie Siebdruck, Holz, Fotografie, Malerei und großformatigen Buntstiftzeichnungen. Zudem begeisterte sie die abstrakte Malerei mit ihren ungeahnten Möglichkeiten des Farb- und Formspiels. Das Thema Wasser hat sie in vielfältigen Formen aufgegriffen und Serienbilder dazu geschaffen. Der Gingko als ungewöhnlicher Überebenskünstler der Natur hat viele ihrer Werke inspiriert. 2006 hat sich ihr künstlerisches Wirken stark verändert. „Meine intensive Gottesbeziehung begann sich nun auch in den Bildern zu zeigen“, so Anke Wiemer. Botschaften und Eindrücke von Gott wurden zum Thema ihrer Werke. Biblische Geschichten führen zu neuen Ideen. „Ich bin unendlich dankbar für diesen herrlichen Schöpfer, der mir dieses wundervolle Wirken und diese Gabe geschenkt hat“, fasst sie ihre Glaubenserfahrungen zusammen.

Zu sehen sind die Gemälde unter dem Thema „Botschaft in Farbe“ noch bis zum 18. April jeweils Sonntags zu den Gottesdienstzeiten zwischen 9.00 und 13.30 Uhr sowie auf Anfrage. Kontakt: Telefon 06403 7741070 oder 06441 952295.



Weiterer Kontakt: Freie ev. Gemeinden Wetzlar

Internet http://wetzlar.feg.de/

20.03.2009