180 Besucher feiern 75 Jahre Evangelische Frauenhilfe Münchholzhausen


Seit 75 Jahren wird in Münchholzhausen Zusammenhalt und gegenseitige Unterstützung in der evangelischen Frauenhilfe groß geschrieben. Im November 1933 wurde die Vereinigung unter Leitung der Frau des Dutenhofener Pfarrers Weber ins Leben gerufen. Darauf hat die Vorsitzende Marion Meyer (Großen-Linden) beim Festgottesdienst hingewiesen. Gleich vom Start an gehörten 65 Mitglieder zur Frauenhilfe. Heute vereinigt sie 80 Frauen verschiedenen Alters. Seit einem dreiviertel Jahrhundert werde Gemeinschaft gepflegt und die Mitglieder würden sich gegenseitig unterstützen. Dies belege das Protokollbuch, in dem es aus schwierigeren Tagen heißt „Am 23. Januar 1934 wurde eine Wöchnerin mit Milch, Butter und Eier versorgt“. Andere Geschenke seien Fleisch, Obst, Kaffe, Zucker, Garn, ein Flasche Wein oder ein Paar Strümpfe gewesen.

Als Leitmotiv für die evangelische Frauenhilfe erklärte die Vorsitzende: „Niemand ist so arm, dass er nicht ein Lebenslicht oder ein Sonnenschein für einen noch Ärmeren sein könnte. Und niemand ist so reich, dass er nicht beides bedürfte.“

Zu den Aktivitäten der Vereinigung gehören regelmäßige Treffen jeden zweiten Mittwoch im Monat, Feieren, regionale Veranstaltungen, Rüsttage, ein Basar, Teilnahme am Weltgebetstag im März, Kranken- und Gratulationsbesuche und Tagesfahrten.

Stärkster Zweig ist der 40 Personen starke Chor „pro musica“, der am Sonntag unter Leitung von Hartmut Serowy den Festgottesdienst musikalisch mitgestaltete. Dabei zeigte der Chor das Spektrum seines musikalischen Schaffens vom lateinischen Liedgut bis hin zum Spiritual „Kumbaya my Lord“. An der Orgel spielte Kantor Michael Klein (Rechtenbach). Ortspfarrer Michael Philpp konnte rund 180 Gäste begrüßen.

Den Gottesdienst gestalteten Mitglieder der Frauenhilfe gemeinsam mit Simone Pfitzner, der Referentin für Frauenarbeit in den beiden Kirchenkreisen Braunfels und Wetzlar. Sie schlug einen Bogen von den Pilgern auf dem Jakobsweg hin zu dem modernen Menschen, der auf der Suche sei. Anhand der Geschichte des Zöllners Zachäus erläuterte sie, dass Jesus sich mit diesen Mann anfreundete und ihm Liebe entgegen brachte. Solche Wertschätzung brauchten die Menschen auch heute untereinander.

Infos/Kontakt:http://www.ev-kirchengemeinde-muenchholzhausen.de/

04.12.2008